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Fotos bei FLICKR

Die Fotografin Maristela Colucci hat wunderbare Fotos dieser Expedition geschossen. Hier der Link:

 

ROTA BOREAL

EXTREME EXPEDITIONS: Ein Rückblick 

Vier große und großartige Extremtörns führten Beto in den letzten Jahren durch einige der schönsten und unwirtlichsten Regionen dieses Planeten. Insgesamt legten er und seine wechselnden Crews dabei 30.000 Seemeilen zurück- alle auf offenen kleinen Katamaranen.

DIE ERSTE EXPEDITION: 

Im Jahr 1994 startete Beto Pandiani die Expedition ‘Travessia Entre Trópicos’ (Between Tropics) die ihn von Miami/USA nach Ilhabela, einer Insel im Südosten Brasiliens bringen sollte. Die Routenwahl war inspiriert vom deutschen Forscher und Seereisenden Alexander von Humboldt, der im 18. Jahrhundert u.a. den Amazonas bereiste. In einem ersten Schritt durchquerten die Segler in einhundert Tagen die Inselwelt der Karibik, "hüpften" von Insel zu Insel, übernachteten an einsamen Stränden, manchmal in Yachtclubs, schliefen manchmal überhaupt nicht bis sie das gewaltige Delta des Orinoko erreichten. Den Kat-Seglern eröffnete sich eine völlig neue Welt, als sie sich dort auf dem riesigen Strom zwischen den tropischen Regenwäldern vorwärtskämpften. Sie benötigten 75 Tage um Orinoko und Amazonas Delta zu durchqueren und wieder an die Atlantik Küste zu gelangen. Auf diesem 3000-Seemeilen-Trip hatten sie unzählige Abenteuer zu bestehen, dazu gehörten unvergeßliche Begegnungen mit Yanonami-Indianern - einem der letzten Urvölker der Erde. Ihr Törn brachte sie in Gegenden, die noch nie vorher betreten - geschweige denn mit einem kleinen Katamaran besegelt worden waren. In insgesamt 289 Tagen legten die Männer 7.500 Seemeilen zurück.

DIE ZWEITE EXPEDITION

Der alte Seefahrer(alb)traum, die Südspitze Südamerikas Kap Horn inspirierte die Segler zu ihrer nächsten Seereise.Der Name der nächsten Expedition: Rota Austral.

Sie starteten in Puerto Montt, Chile, und erreichten Rio de Janeiro nach 170 Tagen. Dazwischen lagen Monate in heftigem Regen, schweren Stürmen, Kälte und die unvergeßlich schönen Landschaften der chilenischen Fjorde. Es war das erste mal in der Geschichte, dass ein offenes Segelboot ohne Kajüte Kap Horn auf der klassischen Route umrundete und dabei den 50.ten Breitengrad erst auf der pazifischen Seite und dann auf der Altlantikseite passierte. Insgesamt 4.500 Seemeilen durch die rauesten und lebensfeindlichsten Gewässer der Welt machten aus einer Expedition den ultimativen Härtetest für Katamaransegler. Die Bilder, die sie mitbrachten, zeigen eindrucksvoll wie zwei offene Kats und ihre Crews die gnadenlosen Bedingungen von Patagonien überlebten.

DIE DRITTE EXPEDITION

Dermaßen gestählt wollten die Segler um Beto mehr: Sie entschieden, dass ein Katamarantörn zum antarktischen Kontinent eine machbare Herausforderung sei! Die Überquerung der Drake-Straße, die Meerenge zwischen Südamerika und der Antarktis in einem offenen Katamaran hatte noch niemand gewagt. Die Gegend ist berühmt für das lausigste Wetter dieses Planeten, eine Reihe großer Schiffe liegt dort auf dem Grund. Die Wassertemperatur wechselt zwischen 0 und 2 Grad Celsius. Wellen bis zu 15 Metern Höhe und Windgeschwindigkeiten höher als 100 Stundenkilometer sind eher die Regel als die Ausnahme. Beto und seine Crew überquerten die 500 Seemeilen der Drake-Straße in 84 Stunden.

DIE VIERTE EXPEDITION

2004 folgte die erste Etappe der Expedition mit Namen ROTA BOREAL. Der Törn startete von der Isla Morada, Florida,USA führte dann entlang der amerikanischen Ostküste bis nach Kill Devil Hills, Virginia. Diese Etappe ist die ATLANTIC1000-Regatta für 20-Fuß-Kats und gilt als das härteste Langstrecken-Rennen für offene Boote. Zusammen mit 38 Teilnehmern machten sich Beto und Crew auf und wurden aus dem Stand Zweite. Während sich die anderen Crews von den Strapazen der 1000 Meilen im Trapez erholten, segelte Beto gleich weiter nach New York City.

DIE FÜNFTE EXPEDITION

Jetzt die letzte Etappe des Abenteuers über 10 Jahre. Mit diesem Törn wollen Beto und sein Team die Lücke schließen zwischen den beiden Polen: In einem offenen Katamaran von der Antarktis bis in die Arktis. Für diese Etappe wählte Beto Pandiani den dem EAGLE 20 OCEAN.

Die Haupstationen ihrer Reise diesmal: Newport, Boston, Maine, Acadia National Park, New Scotia, Isle Madelleine und Neufundland.

Der Plan sieht vor, nach Beel Isle weiter nordwärts zu segeln bis in die Labrador See, entlang einer kalten und wilden Küste. Diese Gegend ist nur sehr dünn besiedelt und es gibt über lange Strecken keine Möglichkeit anzulanden. Von Hebron- einer Inuit- (Eskimo) Siedlung geht es dann in einem 450 Seemeilen-Ritt über die offene See nach Nuuk auf Grönland. Dort angekommen planen die Männer 20 Tage lang Erkundungstouren entlang der grönländischen Westküste. Das Ziel: Disko Island, nördlich des 70. Breitengrades.

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